Bundeskanzler Christian Stocker und EVP-Chef Manfred Weber

ÖVP-Abgeordnetenkonferenz: Volkspartei steht bereit, Verantwortung zu übernehmen – in Wien, in Brüssel und vor Ort bei den Menschen

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

St. Wolfgang war diese Woche nicht nur ein schöner Ort, sondern auch ein politischer. Die ÖVP-Abgeordnetenkonferenz hat klar gezeigt: Wir wollen Europa nicht nur kommentieren – wir wollen es mitgestalten. Der Montag stand ganz im Zeichen Europas. „Für mich als ÖVP-Delegationsleiter ist klar: Europa ist kein Beobachtungsprojekt. Europa ist ein Gestaltungsauftrag. „Hope for the best, prepare for the worst“ – dieser Satz fasst die Haltung gut zusammen: Wir wünschen uns Stabilität, aber wir sind bereit, unsere Systeme angesichts der aktuellen Herausforderungen zu schützen. Und die Volkspartei steht bereit, Verantwortung zu übernehmen – in Wien, in Brüssel und vor Ort bei den Menschen“, sagt Reinhold Lopatka, ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament.

EVP-Fraktionschef Manfred Weber diskutierte mit den ÖVP-Abgeordneten und machte unmissverständlich klar, dass Europa Geschlossenheit und Schlagkraft braucht. Denn nur ein geeintes Europa kann seine Interessen durchsetzen. Bundeskanzler Christian Stocker hat die innenpolitische Verantwortung für die europäische Perspektive betont. Die Volkspartei bleibe die Kraft der Vernunft und habe eine klare europäische Linie. EU-Kommissar Magnus Brunner hat das Thema angesprochen, das viele bewegt: Migration. Seine Botschaft: Humanität braucht Ordnung.

Manfred Weber – Europa braucht Geschlossenheit und Schlagkraft

EVP-Fraktionschef Manfred Weber hat mit großer Deutlichkeit ausgesprochen, was viele denken: Europa steht im globalen Wettbewerb – und zwar nicht mehr theoretisch, sondern ganz konkret. Ob es um Zölle, Handelsfragen mit den USA oder um strategische Industriepolitik geht – Europa darf sich nicht auseinanderdividieren lassen.

Er hat auch offen angesprochen, dass es in der vergangenen Legislaturperiode eine linke Mehrheit im Europaparlament gab, die Entscheidungen wie das Verbrennerverbot vorangetrieben hat. Diese Mehrheit gibt es jetzt nicht mehr – und genau deshalb öffnen wir das Thema erneut. Europa braucht Technologieoffenheit statt Ideologie. Die EVP steht dafür, Entscheidungen zurückzuholen, die am echten Leben der Menschen vorbeigingen.

Seine Botschaft war klar: Nur ein geeintes Europa kann seine Interessen durchsetzen. Diese Klarheit tut der Europäischen Volkspartei gut – und sie tut Österreich gut.

Christian Stocker – Innenpolitische Verantwortung trifft europäische Perspektive

Christian Stocker hat den Blick auf die österreichische Verantwortung gelenkt: Eine starke Volkspartei im Parlament bedeutet, europäische Anliegen auch national verankert umzusetzen. Wenn wir über Europa sprechen, sprechen wir nicht über „Brüssel“, sondern über Entscheidungen, die in unseren Gemeinden, in unseren Betrieben und in unseren Familien wirken. Sein Appell: Die Volkspartei bleibt die Kraft der Vernunft. Und gerade deshalb braucht es eine klare europäische Linie – nicht als abstrakte Idee, sondern als politisches Handeln.

EU-Kommissar Brunner – Migration mit Kontrolle und Fairness

EU-Kommissar Magnus Brunner hat das Thema angesprochen, das viele bewegt: Migration. Seine Botschaft: Humanität braucht Ordnung. Mit dem Europäischen Migrationspakt, den die Volkspartei maßgeblich mitverhandelt hat, gibt es nun erstmals einen gemeinsamen europäischen Rahmen, der auf Kontrolle, Rückführungsabkommen und klare Verantwortung setzt.

Europa kann nur dann solidarisch sein, wenn es klare Regeln, Durchsetzungskraft und sichere Außengrenzen gibt. Österreich hat hier eine Stimme, die gehört wird – und diese Stimme nutzen wir.


Alexander Bernhuber, Sophia Kircher, Reinhold Lopatka, Angelika Winzig, Lukas Mandl (v.l.n.r)

Eure Europaabgeordneten in Brüssel und Straßburg


Stv. EU-Delegationsleiterin Angelika Winzig beim Besuch des Austrian Insitute of Technology (3.v.r.)

Winzig: Spitzenforschung hautnah – wie Europa Innovation in Wien möglich macht

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Wie sieht Zukunft eigentlich aus, wenn man sie schon heute erleben kann? Die Antwort findet man im Austrian Institute of Technology (AIT) in Wien. Dort entstehen die Technologien, die unser Leben in wenigen Jahren prägen werden – von Quantenkommunikation über künstliche Intelligenz bis zu klimafreundlichen Energielösungen. Beim Besuch im September konnte ich mir selbst ein Bild davon machen, wie europäische Forschungsgelder in konkrete Innovationen fließen – und warum das so entscheidend ist, gerade jetzt, da in Brüssel die Vorbereitungen für das nächste große Forschungsrahmenprogramm FP10 laufen.

„Die Forscherinnen und Forscher am AIT zeigen eindrucksvoll, wie wir die Innovationslücke in Europa schließen können – mit Mut, Kreativität und echter Spitzenforschung“, sagt Angelika Winzig, Wirtschaftssprecherin der ÖVP im Europaparlament.

Europäischer Vorreiter in über 120 EU-Projekten in Österreich

Im Herzen Wiens arbeiten mehr als 1.600 Expertinnen und Experten aus über 50 Nationen daran, Europas technologische Souveränität zu stärken. Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und zugleich europäischer Vorreiter in über 120 EU-Projekten, mit einer Gesamtförderung von mehr als 77 Millionen Euro aus „Horizon Europe“, dem aktuellen Forschungsrahmenprogramm der EU. Hier wird Europa nicht theoretisch gedacht – hier wird es gebaut, getestet und verbessert.

Beim Rundgang durch die Forschungszentren zeigte sich eindrucksvoll, wie breit das Spektrum ist:

  • Im Center for Energy entstehen Hochleistungs-Wärmepumpen und Wasserstoffsysteme für eine klimaneutrale Industrie.
  • Im BatteryLab wird an den Batterien der nächsten Generation geforscht – für die Mobilität von morgen.
  • Das Machine Vision Lab arbeitet an Robotik und industrieller KI, die Produktion sicherer und effizienter macht.
  • Und im Quantum Communications Lab werden die Grundlagen für quantensichere Netze gelegt, die Europas Daten in Zukunft schützen sollen.

Mit modernster Infrastruktur, über 600 wissenschaftlichen Publikationen pro Jahr und einem starken Netzwerk von Universitäten und Unternehmen schafft das AIT jene Innovationskraft, die Europa braucht, um global mitzuhalten. Besonders beeindruckend ist, wie europäische Mittel hier als Hebel wirken: Jeder Euro aus dem EU-Budget zieht weitere Investitionen aus Wirtschaft und Forschung nach sich – ein Paradebeispiel für die Wirkung europäischer Kooperation.

Diese Besuche zeigen mir immer wieder: Europa wirkt – ganz konkret, ganz nah. Wenn wir als Österreichische Volkspartei über das nächste Forschungsrahmenprogramm FP10 beraten, dann geht es genau um solche Projekte. Um Labore, in denen Ideen zu Lösungen werden. Um Forschung, die unseren Wohlstand sichert und Europas Zukunft gestaltet.

Denn die Innovationskraft Europas wächst nicht in Brüsseler Sitzungssälen – sondern in Orten wie dem AIT, wo kluge Köpfe aus ganz Europa gemeinsam an Lösungen für morgen arbeiten.


Papst Leo XIV. und ÖVP-Delegationsleiter Reinhold Lopatka

Lopatka will nach Papst-Besuch Religionsfreiheit stärken

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Europaparlamentarier wollen als Konsequenz ihrer Begegnung mit Papst Leo XIV. ihre Initiativen für Religions- und Gewissensfreiheit verstärken. Das hat Reinhold Lopatka, ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament, gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress betont. Lopatka war Teil der Delegation der Europäischen Volkspartei (EVP), die unter der Leitung des EVP-Vorsitzenden Manfred Weber Ende September mit Papst Leo XIV., Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und einer Reihe hoher Vatikandiplomaten im Vatikan zusammengekommen ist.

Lopatka ist Vizevorsitzender der EU-Intergruppe für Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit im Europaparlament. Bei den Gesprächen im Vatikan ging es ihm um Initiativen, um der Spirale von Hass und Gewalt entgegenzutreten. "In Zeiten, in denen Hasspostings, Terrorakte und Kriege immer stärker unser Zusammenleben belasten, wird es umso wichtiger, dass Religionsgemeinschaften und die Politik gegensteuern", erläutert Lopatka. "Dafür braucht es ein besseres Verständnis füreinander. Wir müssen Vorurteile abbauen und uns für Glaubensfreiheit einsetzen. Der Dialog zwischen unterschiedlichen Religionen muss von der Politik intensiv unterstützt werden."

Dialog mit Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate

Lopatka führte weiter aus, er werde er als Leiter der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu den Golfstaaten Fragen des interreligiösen Dialogs in Ländern wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf die Tagesordnung der bevorstehenden Treffen bringen, "um hier Fortschritte für Religions- und Glaubensfreiheit zu erreichen". Ein wichtiger Referenzpunkt sei dabei das "Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt", das in die politische und gesellschaftliche Praxis umgesetzt werden müsse. "Als Europaparlamentarier können wir hier viel beitragen", sagt Lopatka.

Die auch als Erklärung von Abu Dhabi bekannt gewordene Erklärung war von Papst Franziskus (2013-2025) und dem Großimam der Al-Azhar-Universität, Ahmed el-Tayeb, am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi unterzeichnet worden. Das gemeinsame Schreiben betont u.a. die Geschwisterlichkeit aller Menschen, es wendet sich gegen Gewalt und Terror im Namen der Religion und unterstreicht eine "Kultur des gegenseitigen Respekts" als Handlungsgrundlage des interreligiösen Dialogs.

EVP-Chef Weber: Politischer Streit über "christliches Europa"

EVP-Chef Manfred Weber ging es in der Begegnung mit dem Papst u.a. um die christliche Basis der Europäischen Union. "Wichtig war es mir, darauf hinzuweisen, dass rechtsradikale und nationalistische Kräfte für sich in Anspruch nehmen, sie würden das christliche Europa verteidigen, zum Beispiel beim Thema Migration", sagte der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) nach der Audienz im Vatikan. Es gebe sozusagen einen Definitionsstreit um das "christliche Europa" zwischen Politikern wie Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und den Christdemokraten. "Ich habe darauf hingewiesen, dass wir da die Stimme der katholischen Kirche und des Papstes brauchen, die darstellt, was christlich bedeutet."


EVP-Generalsekretärin Dolores Montserrat, EPP Farmers Präsident Alexander Bernhuber, EVP-Chef Manfred Weber, EU-Agrarkommissar Christophe Hansen (v.l.n.r.)

Bernhuber zum Präsidenten des Europäischen Bauernbundes gewählt

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Alexander Bernhuber, Agrar- und Umweltsprecher der ÖVP im Europaparlament, wurde im September zum Präsidenten des Europäischen Bauernbundes (EPP Farmers) gewählt. Er arbeitet unter anderem an einer internationalen Allianz gegen die Entwaldungsverordnung, mit großen Teilerfolgen wie etwa dem Veto im EU-Parlament. „Dieser massive bürokratische Aufwand kostet Geld, Zeit und Nerven bei den Betroffenen und bringt weder der Umwelt noch dem Wald in Österreich etwas. Profitieren werden nur Großkonzerne, sicher nicht die bäuerlichen Familienbetriebe. Ziel muss sein, Bürokratie ab- statt auszubauen und Perspektiven zu schaffen, statt Hürden aufzustellen. Danke an Friedrich Merz und Christian Stocker, beide stehen in dieser Frage klar auf der Seite unserer Bäuerinnen und Bauern und damit auf der Seite des Hausverstandes“, sagt Bernhuber.

Gratulationen zur Wahl für diese europäische Aufgabe kamen unter anderem von Nico Marchetti, Generalsekretär der Volkspartei, Reinhold Lopatka, Delegationsleiter der ÖVP im Europaparlament und vom Bauernbund.

Marchetti: Zusammenarbeit ist die richtige Antwort in herausfordernden Zeiten

„Im Namen der Volkspartei gratuliere ich Alexander Bernhuber sehr herzlich zur Wahl als Präsident der EPP Farmers. Zusammenarbeit ist die richtige Antwort in herausfordernden Zeiten. Europas Landwirtschaft sichert die Versorgung der europäischen Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, die regional nach höchsten Standards produziert werden. Umso wichtiger ist es, dass sie mit dem von EU-Abgeordnetem Alexander Bernhuber und NÖ-Bauernbunddirektor Paul Nemecek initiierten Zusammenschluss zum Europäischen Bauernbund in der Europäischen Volkspartei nun eine starke Stimme erhält, die entschlossen ihre Interessen vertritt. Mit seiner jahrelangen, erfolgreichen Arbeit für Europas und Österreichs Bäuerinnen und Bauern sowie seinem leidenschaftlichen Engagement für die Gründung der Initiative hat Alexander Bernhuber bewiesen, dass er der Richtige für die verantwortungsvolle Aufgabe als Präsident ist. Ich wünsche ihm alles Gute und bin mir sicher, dass die Interessen von Europas Landwirtschaft bei ihm in den besten Händen sind“, sagte Marchetti.

Lopatka: Starke Stimme für die Landwirtschaft wird künftig noch hörbarer

„Alexander Bernhuber ist eine starke Stimme für Europas Bäuerinnen und Bauern und wird künftig noch hörbarer und wirksamer für deren Anliegen auf europäischer Ebene auftreten. Das ist in unser aller Interesse, weil eine gut funktionierende Landwirtschaft und eine zuverlässige Lebensmittelversorgung mit qualitativ hochwertigen und möglichst regionalen Produkten eine gesunde Basis für die gesamte Gesellschaft sind. Und dafür setzt sich Bernhuber seit jeher konsequent ein“, sagt Lopatka. „Bernhuber hat diese neue Teilorganisation der Europäischen Volkspartei mitbegründet und binnen weniger Monate breit aufgestellt. Große Anerkennung zu dieser Leistung und herzliche Gratulation zu seiner Wahl zum Präsidenten“, schließt Lopatka. Neben Sophia Kircher ist Alexander Bernhuber damit das zweite Mitglied der ÖVP-Delegation im Europaparlament, das eine führende Aufgabe innerhalb der Europäischen Volkspartei übernommen hat. Kircher ist seit Juli Präsidentin der Jungen Europäischen Volkspartei (YEPP).


Im Brenner-Basistunnel: Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle, Europaabgeordnete Sophia Kircher, Bundeskanzler Christian Stocker, Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas, Bundesverkehrsminister Peter Hanke

Kircher: Wir haben am Brenner europäische Geschichte geschrieben

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

„Zum ersten Mal verbinden wir Tirol und Südtirol, Österreich und Italien – und damit Europa unterirdisch: mit dem Brennerbasistunnel“, sagt Sophia Kircher, stv. Vorsitzende des Verkehrsausschusses und ÖVP-Verkehrssprecherin im Europaparlament, anlässlich des Brennerbasistunnel-Durchstichs im September. Anwesend waren unter anderem EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle. „Ohne die Europäische Union wäre das nicht möglich gewesen. Mit der Übernahme von einem Drittel der Gesamtkosten von 10,5 Milliarden Euro ist der Brenner-Basistunnel das höchstgeförderte Infrastrukturprojekt der EU“, sagt Kircher.

Ab 2032 sollen die ersten Züge – mit den Transit LKWs – durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt rollen. So stellen wir heute die Weichen für eine Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene. Dafür braucht es den Abbau technischer Hürden im Zugverkehr wie den Lokführerwechsel an der Grenze. Zentral ist ebenso der Bau der Zulaufstrecken in Deutschland. Auch muss endlich Kostenwahrheit zwischen Bahn und Straße hergestellt werden. „Mein Glückwunsch und voller Respekt gilt allen, die dieses Projekt möglich machen – ob im Berg oder außerhalb davon“, sagt Kircher.

Starker Schienenverkehr ist Schlüssel für Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit

Gemeinsam mit dem Fachverband der Schienenbahnen in der WKÖ hatte sie in der Folge im Europäischen Parlament zu einer hochkarätigen Lunch Debate Geladen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Interessenvertretungen aus der Bahnbranche diskutierten über die zentralen Herausforderungen für die Schiene und den öffentlichen Verkehr in Europa. Kircher stellt klar, dass Europa ohne einen starken Schienenverkehr weder seine Klimaziele noch seine Wettbewerbsfähigkeit erreichen könne: „Ein modernes und effizientes Transportsystem ist eine Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Die Richtung dafür ist klar: Wir brauchen eine spürbare Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Dafür braucht es den Abbau von Bürokratie im Schienenverkehr, den Ausbau der Bahninfrastruktur und ein einheitliches Ticketsystem: ein System – ein Ticket. Einfach, verlässlich, fair.“ Die Botschaft der Abgeordneten: „Europa muss beim Thema Schiene entschlossen handeln – und zwar jetzt.“


Europaabgeordneter Lukas Mandl informierte sich bei zahlreichen Betriebsbesuchen über die Bedürfnisse der Unternehmen

Mandl: Erster Schritt zur Deregulierung ist getan

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

„Die alte Kommission war in Sachen Regulierung auf dem Holzweg. Die neue macht bessere Vorschläge, die im Europaparlament weiter verbessert werden“, sagt Europaabgeordneter Lukas Mandl, der sich für Deregulierung zum Wohle unserer Unternehmen einsetzt. Mit dem ersten, sogenannten Omnibus-Paket für den Bürokratieabbau bei der Lieferkettenrichtlinie und den Nachhaltigkeitsberichtspflichten wurde mit der Abstimmung im Rechtsausschuss des Europaparlaments (JURI) letzten Montag ein Anfang gemacht.

Der Titel steht für die Vereinfachung von EU-Regulierung. „Europa braucht den Aufschwung - dringend! Das erste Omnibus-Paket reduziert Berichtspflichten und wirkt der Isolierung Europas entgegen. Außerdem werden Klein- und Mittelbetriebe vor einer Bürokratielawine geschützt, die durch das Weiterreichen von Berichtspflichten in der Lieferkette entstanden wäre“, erklärt Lukas Mandl, der die Materie verhandelt hat.

Alte Kommission war auf dem Holzweg

Mandl hatte dem Lieferkettengesetz in der Vorperiode nicht zugestimmt. „Die alte Kommission war auf dem Holzweg. Dafür hab es in der alten Periode knappe parlamentarische Mehrheiten. Die neue Kommission macht bessere Vorschläge und beim ersten Omnibus-Paket ist es gelungen, den Kommissionsvorschlag weiter zu verbessern. Klar wäre es sachlich auch eine Option gewesen, das Lieferkettengesetz und die Nachhaltigkeitsberichterstattung ersatzlos zu streichen. Aber das hätte Tür und Tor geöffnet für einen Fleckerlteppich an mitgliedsstaatlichen Einzelregelungen“, sagt Mandl.

„Der erste Schritt auf dem Weg zur Deregulierung ist getan. Europa muss jetzt schnell und konsequent den Weg Richtung Aufschwung gehen. Ich bin zuversichtlich, dass es in den Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und den mitgliedsstaatlichen Regierungen im Rat rasch zur Finalisierung kommt“, erklärt Mandl. „Mit der Deregulierung räumen wir nur die Hindernisse aus dem Weg, die in der Vergangenheit hausgemacht aufgestellt worden waren. Der Aufschwung braucht aber auch Investitionen und alle Chancen für beherztes unternehmerisches Denken in der Politik, bei Arbeitnehmern, Arbeitgebern und der nächsten Generation“, ist Mandl überzeugt. Er ist bereits in die Verhandlungen zum vierten Omnibus-Paket als Berichterstatter im Innenausschuss (LIBE) gestartet. Dort geht es um Europas Unternehmen mit mittlerer Kapitalausstattung.


Stv. ÖVP-Delegationsleiterin Angelika Winzig und Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner

Winzig und Achleitner setzen sich für Wirtschaftsstandort Oberösterreich ein

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Im Oktober war der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner in Brüssel bei der Tagung des Ausschusses der Regionen in Brüssel und hat sich unter anderem mit Angelika Winzig getroffen, stv. Delegationsleiterin und Wirtschaftssprecherin der ÖVP im Europaparlament. „Ich trete für eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Europaparlament und dem Ausschuss der Regionen ein, um den Wirtschaftsstandort Oberösterreich zu stärken und Arbeitsplätze abzusichern. Nur wenn wir auf allen Ebenen gemeinsam in eine Richtung arbeiten, können wir in diesen herausfordernden Zeiten Erfolg haben“, sagt Winzig. Im Ausschuss der Regionen haben alle Delegierten einstimmig gefordert, das die Regionen und Gemeinden eine Mitsprache bei der Verwendung von EU-Förderungen erhalten sollen.


Niederösterreichs Soziallandesrätin Teschl-Hofmeister mit den Europaabgeordneten Alexander Bernhuber und Lukas Mandl. Ganz rechts Victor Vaugoin, Leiter des NÖ-Verbindungsbüros in Brüssel

Für Niederösterreich: Teschl-Hofmeister bei Bernhuber und Mandl in Brüssel

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Im September war die niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zu Arbeitsgesprächen in Brüssel und hat sich unter anderem mit den niederösterreichischen Europaabgeordneten Alexander Bernhuber und Lukas Mandl getroffen. Teschl-Hofmeister hat mit den Europaabgeordneten eine Vielzahl von Themen besprochen, die auf Europaebene eine Rolle spielen und für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher im Alltag hochrelevant sind. Mit Mandl war sie unter anderem einig, dass es mehr Fairness in den Sozialsystemen brauche und tauschte sich zu psychischer Gesundheit aus. Bernhuber betonte die gute Zusammenarbeit mit der niederösterreichischen Landesregierung.


Links: ÖVP-Delegationsleiter Reinhold Lopatka mit steirischem Landesrat Willibald Ehrenhöfer / LopatkaEhrenhöfer
Rechts: Reinhold Lopatka mit Kärntner Landesrat Sebastian Schuschnig / LopatkaSchuschnig

Landesräte Ehrenhöfer und Schuschnig bei Lopatka: Steiermark und Kärnten rücken wirtschaftlich enger zusammen

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Anfang Oktober waren der steirische Finanz- und Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer und sein Kärntner Kollege Sebastian Schuschnig im Europaparlament zu Gast und berieten sich unter anderem mit ÖVP-Delegationsleiter Reinhold Lopatka. „Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn im Dezember rücken unsere beiden Bundesländer noch enger zusammen – eine gute Basis für den neuen Wirtschaftsraum „Area Süd“, sagt Lopatka.


Europaabgeordnete Sophia Kircher (2.v.l.) und ÖVP-EU-Delegationsleiter Reinhold Lopatka (m.) mit Tiroler Landtagsabgeordneten

Besuch im Tiroler Landtag: Enge Zusammenarbeit zwischen europäischer Ebene und Landespolitik

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Im Rahmen seiner Europatour durch die Landtage war Reinhold Lopatka, ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament, Ende September im Tiroler Landtag zu Gast und diskutierte im Europaausschuss über zentrale Zukunftsthemen – von Wettbewerbsfähigkeit bis hin zur Frage, wie Europa mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen kann. „Die Diskussion hat gezeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen europäischer Ebene und Landespolitik ist“, sagt Lopatka. Die frühere Erste Landtagspräsidentin in Tirol und heutige Europaabgeordnete Sophia Kircher brachte sich bei der Begegnung in ihrer früheren Arbeitsstätte ebenfalls ein.


Die Europaabgeordnete Sophia Kircher und EU-Delegationsleiter Reinhold Lopatka mit ÖVP-Abgeordneten des Europa-Auschusses im Vorarlberger Landtag

Europa-Ausschuss im Vorarlberger Landtag besuchte das Europaparlament

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 von Reinhold Lopatka

Ende September besuchte der Europa-Ausschuss des Vorarlberger Landtages das Europaparlament. Die Vorarlberger Abgeordneten tauschten sich mit den Europaabgeordneten der ÖVP über aktuelle europapolitische Themen aus und kamen überein, ihre Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. EU-Delegationsleiter Reinhold Lopatka und die Europaabgeordnete Sophia Kircher waren unter den Gesprächspartnern der Abgeordneten aus Vorarlberg.

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Nur gemeinsam können wir die großen Herausforderungen bewältigen

"Es gibt nur zwei Arten von Staaten in Europa – kleine und solche, die noch nicht wissen, dass sie klein sind." Mit dieser Feststellung habe ich bei der Klubkonferenz der auf die Wichtigkeit einer europaweit abgestimmten Zusammenarbeit hingewiesen, da kein Nationalstaat mehr imstande ist, die großen Herausforderungen alleine zu bewältigen. Selbstverständlich bleibt Österreich unsere Heimat, aber zukunftsfähige Lösungen haben wir gemeinsam auf Europaebene zu finden.

Die zahlreichen Luftraumverletzungen seit September, vielfach durch Drohnen, bestätigen das eindrücklich.. Die Bedrohung durch Russland hat dadurch eine neue Eskalationsstufe erreicht. Putin geht mit solchen, sogenannten hybriden Angriffen gegen europäische Länder vor. Dazu gehören auch Desinformation und Cyberattacken. So versucht Russland europäische Staaten und auch Österreich auszutesten und zu destabilisieren.

Daher brauchen wir bei der Verteidigung und Sicherheit in Europa mehr und gemeinsam. Eine enge Zusammenarbeit der EU-Staaten untereinander und mit der Nato ist das Gebot der Stunde. Dafür setzen wir und gemeinsam mit unseren Partnern in der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament und mit unserer Bundesregierung ein. Ein gutes Zeichen für diese Zusammenarbeit war die Teilnahme von EVP-Chef Manfred Weber bei unserer Abgeordnetenkonferenz in St. Wolfgang letzte Woche, wo ganz klar machte, dass nur ein geeintes Europa seine Interessen durchsetzen kann.

Dr. Reinhold Lopatka
ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament